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ManageMENTalität

Der Management-BLOG von Sven Lüngen

Impulse für wirksame Denk- und Handlungsmuster von Führungskräften

Krisenimpulse

Autor: │ Beitrag erstellt: 20.03.2020 │ Thema: Allgemein

Hallo und guten Tag, liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich bin dankbar für Jede und Jeden, der in diesen Tagen einen Beitrag für die Bewältigung der aktuellen Viruskrise leistet und damit Gesundheit sichern und Menschenleben retten hilft. Es kann für mich nicht genug Anerkennung und Wertschätzung für die Menschen geben, die als Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger oder sonstiges Fachpersonal unser Gesundheits- und Sozialsystem am Laufen halten. Ebenso verspüre ich großen Dank alldenjenigen gegenüber, die helfen die Angst in unserer Gesellschaft sowie die wirtschaftlichen Folgen „im Griff“ zu behalten und ein „Funktionieren“ unserer Versorgungssysteme absichern: Danke, Danke, Danke!

Diese Bereitschaft von Menschen jetzt zu handeln und für uns alle trotz eigenen schwierigen Rahmenbedingungen ihren Dienst zu tun, ist ein Lichtblick in diesen Tagen.
Gerne möchte ich neben den familiären und finanziellen Herausforderungen, die ich aktuell deutlich spüre, den Blick für genau solche, positiven Aspekte nicht verlieren:

 

Es könnte sein, dass die Herausforderungen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und weiteren Sozial- und Gesundheitsorganisationen in den nächsten Tagen weiter wachsen,

… es kann aber auch sein, dass Solidarität und Gemeinsinn in diesen Einrichtungen steigen, dass berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit gelebt und die gewohnte Bereichsdenke zurückgedrängt wird!

Als Berater habe ich mich in den letzten Jahren immer wieder für eine stärke Betonung des „Wir“ in Organisationen eingesetzt. Der Corona-Virus scheint hier schon jetzt deutlich wirksamer zu sein.

 

 

Es könnte sein, dass ähnlich, wie in Norditalien, Verteilungsentscheidungen (Triage) getroffen und damit über Leben und Tod entschieden werden muss,

… es kann aber auch sein, dass Prioritäten klar spürbar gelebt und konsequent umgesetzt werden, dass die Medizin und die Versorgung der Menschen wieder ins Zentrum der Bemühungen rutschen und ökonomischen Interessen in den Hintergrund gestellt werden!

Als Mensch liegt mir der Vorrang der Medizin in unserem Gesundheitssystem vor anderen Perspektiven und Interessen sehr am Herzen. Der Corona-Virus scheint trotz aktuell sehr schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen der Kliniken hier einen klaren Fokus zu ermöglichen.

 

Es könnte sein, dass die Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten und Pflegenden stündlich noch herausfordernder werden,

… es kann aber auch sein, dass diese Berufsgruppen nun die Anerkennung und Wertschätzung erhalten, die sie grundsätzlich verdienen.

Als Sozialmanager habe ich mich in den letzten Jahren stets für eine angemessene Honorierung und Wertschätzung sozialer, therapeutischer und pflegerischer Arbeit eingesetzt. Der Corona-Virus scheint die Wertschätzung in der Gesellschaft deutlich zu erhöhen. Beifall in den Straßen für die „Heldinnen und Helden“ der Gesundheitsversorgung sind erste, deutlich wahrnehmbare Zeichen.

 

Es könnte sein, dass ältere Menschen, allein lebende Personen mit Hilfebedarf oder Menschen mit Handicaps schwierige Stunden vor sich haben,

… es kann aber auch sein, dass Hilfs- und Unterstützungsbereitschaft in der jeweiligen Nachbarschaft steigen, dass engagierte Privatpersonen kreative Lösungen entwickeln und die Versorgung von Notleidenden unabhängig von professionellen Diensten unterstützen!

Als Idealist habe ich mich immer wieder für „Nächstenliebe“ eingesetzt, habe versucht Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft zu fördern. Der Corona-Virus scheint hier eine wichtige Chance zu sein.

 

 

Die Krise rüttelt uns alle wach. Lassen Sie uns solidarisch und gemeinsam den Weg durch die nächsten Herausforderungen gehen.
Herzliche Grüße – bleiben Sie gesund und engagiert

Ihr

Sven Lüngen

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